«Mich hat das virtuelle Format begeistert! Ebenso die direkte Ansprache des Trainers an die Teilnehmenden und wie er sicherstellte, dass alle engagiert
beim Thema blieben.»

Wir leben in einer Krisen-getriebenen Zeit. Kaum scheint eine überwunden, steht die nächste bereits vor der Tür – Bankenkrise, Flüchtlingskrise, Umweltkrise, Energiekrise. Gleichzeitig nimmt der technologische Fortschritt an Fahrt auf – Cloud Technology, Smartphones, Machine Learning, Künstliche Intelligenz.
Veränderungen bringen emotionale Herausforderungen. Es entsteht Verunsicherung, die sich privat und im Arbeitsumfeld verstärkt bemerkbar macht. Beschäftigen wir uns nicht aktiv mit Veränderungen, riskieren wir, dass uns unsere Emotionen übermannen. Folgen sind Stress, Aggression und im schlimmsten Fall Krankheiten wie Angststörungen und Burnouts.
Veränderungen finden im Jetzt statt. Es sind die Folgen der heute (nicht-)gefällten Entscheidungen und unseres aktuellen Verhaltens, die unser Morgen prägen. Erst wenn wir uns dies täglich vor Augen führen, haben wir die Möglichkeit, unsere Zukunft bewusst zu gestalten.
Gleichzeitig ist ein Bewusstsein über das Verhältnis und Gegenspiel von Veränderungen und Beständigkeit hilfreich, um mit den emotionalen Herausforderungen kontinuierlichen Wandels gewinnbringend umzugehen.
Ständig kommen neue Veränderungen auf uns zu. Ein Blick in die Vergangenheit lässt den Schluss zu, dass sich die Häufigkeit der Veränderungen in den letzten Jahren stetig erhöht hat.
Die daraus resultierenden Fortschritte, wie beispielsweise in der Digitalisierung, der Medizin etc. sind fantastisch. Gleichzeitig führt die beschleunigte Veränderung bei Menschen auch zu einem erhöhten Bedürfnis nach Sicherheit, Beständigkeit, Verbindlichkeit und Kontinuität.
So sehen wir uns der Frage gegenüber, wie managen wir Veränderungen und ihr beschleunigtes Auftreten? Als Führungskräfte liegt es an uns, Veränderungen aktiv zu begegnen.
Wenn der Mensch sich überfordert fühlt, sucht er Stabilität, Beständigkeit, Vertrautes. Allerdings ist Widerstand nicht gleich Widerstandsfähigkeit. Geht man unbewusst mit diesem Bedürfnis um, sind unsere Entscheidungen unbewusst und beinhalten das Risiko der Immobilität.
Statt, dass wir uns in die gewünschte Richtung bewegen, verfangen wir uns in gewohnten und vertrauten Routinen. Wir geben uns der Illusion hin, uns den unausweichlichen Veränderungen entziehen zu können. Stattdessen spielen wir uns Schritt für Schritt ins Aus. Sich jedoch jeden Tag neu zu erfinden, ist enorm anstrengend und vermutlich irgendwann auch unglaubwürdig. Wie geht es dann vorwärts?
Wir können ein Bewusstsein für Veränderungen und Stabilität schaffen und Veränderungskompetenzen trainieren. Ein Veränderungsbewusstsein erweitert unseren Horizont auf einen erfolgreichen Umgang mit Veränderungen und Umbrüchen. Doch wie funktioniert das? Vier «Schritte» unterstützen uns dabei unser Veränderungsbewusstsein zu schärfen und unsere Veränderungskompetenz zu festigen.
Es ist wichtig, dass wir Wahrnehmungsmuster erkennen. Wir reagieren nicht direkt auf die Wahrnehmung selbst, sondern zwischen Wahrnehmung und Reaktion liegt ein Filter: unsere Interpretation, unsere Meinung oder unsere Bewertung und Empfindung. Wenn wir uns dessen bewusst sind, lässt sich vieles anders erklären.
Im Projektgeschäft sind kurzfristige Änderungen völlig normal. In einem industriellen Produktionsprozess führen diese kurzfristigen Änderungen zu enormen Herausforderungen und lassen sich meist nicht so schnell und einfach umsetzen.
So kann es beispielsweise in einem produzierenden Unternehmen immer wieder zu Fehlern, Missverständnissen, Krisen zwischen Projekt- und Produktionsteam kommen. Solche Situationen bzw. die Wahrnehmung dieser folgen Mustern und sind vorhersehbar. Somit können wir solche Abstimmungsproblematiken frühzeitig wahrnehmen und Strategien zum Umgang mit diesen entwickeln.
Als Führungskraft bewahren wir in solchen Situationen einen kühlen Kopf, auch wenn dies nicht immer einfach ist. Trotzdem ist es gewinnbringender die Situation als Chance zur Verbesserung zu nutzen. Essenziell ist, dass wir uns fragen, was wir nun proaktiv in Angriff nehmen können, damit die Veränderung wie gewünscht kommt.
Wir antizipieren somit die Ängste der Mitarbeitenden und begegnen diesen mit Sicherheit. Wir ermitteln Bereiche, die unverändert bleiben und somit Stabilität im Wandel liefern. Stellen Sie sich diesen Fragen beispielsweise in Führungsgremien und bereiten Sie Antworten auf diese vor.

Nein kein Widerspruch. Denn je schneller sich die Welt dreht, umso wichtiger werden Routinen und Rituale.
Es ist das Beständige, was entschleunigend wirkt. Kleinigkeiten im Alltag haben eine grosse Wirkung, beispielsweise das tägliche gemeinsame Kaffeetrinken oder Mittagessen im Team zur gleichen Uhrzeit, wöchentliche Treffen im Verein, Rituale zu Hause und die Zeit mit Freunden und der Familie.
In der Soziologie spricht man von sogenannten Resonanzerlebnissen, die den emotionalen Umgang mit Veränderungen vereinfachen.
Für Führungskräfte bedeutet dies, dass ein regelmässiger Austausch im Team unterstützt, Herausforderungen zu meistern. Durch das Schaffen von Freiräumen und das Zulassen von Zeit für Beständigkeit ermöglichen Führungskräfte die Entstehung von Resonanz. Resonanzerlebnisse und Rituale sind emotionale Stabilisatoren. Als Führungskraft überlegen wir daher, welche Freiräume fest eingeplant werden können.
Wenn wir nie mit herausfordernden Aufgaben konfrontiert werden, unsere Komfortzone nie verlassen können, werden wir uns nur schwer entwickeln können. Das bedeutet nicht, Menschen ununterbrochen an ihre Grenzen zu führen oder immer das Letzte aus ihnen herauszuholen.
Menschen, die sich ständig ausserhalb ihrer Komfortzone bewegen, werden diesen Zustand nicht lange durchhalten. Er führt zu Erstarrung und Panik und hemmt das Lernen. In solchen Situationen schalten Menschen in den Automatikmodus und somit bewirken wir das Gegenteil von dem, was wir anstreben. Hier gilt die Aussage von Paracelsus: Die Menge ist das Gift.
Es ist entscheidend, wie oft wir die Komfortzone verlassen. Nachweislich findet Lernen, Entwicklung und somit Veränderung dann statt, wenn wir gefordert, immer wieder auch leicht überfordert werden. Dies vor allem in Begleitung von anderen «Lernenden» und idealerweise mit einem wohlwollenden Trainer und/oder Coach. Auch die Muskulatur wächst nur bei gezielter temporärer Überlastung.
Unser Wesen verändert sich nur, wenn wir Angst und Verwundbarkeit zulassen und lernen diese Zustände produktiv zu nutzen. Sind wir uns als Führungskräfte dieses Phänomens bewusst und fordern uns und das Team auch in ruhigen und stabilen Situationen kurzzeitig, können wir einfacher mit Veränderungen umgehen.

Jedoch ist es als Führungskraft auch wichtig zu erkennen, wenn die Kadenz ausserhalb der Komfortzone zu hoch ist. Der richtige Weg liegt in der Balance.
Im Buddhismus gilt das Festhalten an Dingen und Gedanken als Ursache des Unglücks. Wenn sich jemand stur an seiner Weltanschauung klammert, dann tut er sich schwer, etwas so anzunehmen, wie es ist.
Aus der Sicht des Psychotherapeuten Alfried Längle gilt es drei Lebensstrategien für ein gesundes und sinnvolles Leben zu folgen. Diese helfen dabei, mit Veränderungen besser umzugehen:
Dazu zählt Längle geistige, materielle und körperliche Freuden. Im Berufsalltag sind dies zum Beispiel das Feiern auch kleiner Erfolge. In Veränderungsprozessen können immer wieder Gedanken aufkommen, nicht zu genügen. Ganze Organisationen sehen dann vor allem die eigenen Defizite. Richten wir in den Teams jedoch den Fokus auf das bereits Geleistete, fördert dies das Gefühl von Wertschätzung und Sinnhaftigkeit. Wer seinen Fokus auf das Erreichte richtet, der ist zufriedener und ist gefüllt mit positiver Energie.
Bewegen ist immer zielgerichtet. Wenn wir uns verändern, sollte uns unser gewünschtes Ziel klar sein. Zentral ist die Wirksamkeit, der IMPACT. Oft können wir mit einem kleinen Aufwand eine grosse Wirkung erzielen. Es braucht Mut den ersten Schritt zu machen. Um den ersten Schritt zu machen, hilft es, mit kleinen Schritten zu beginnen. Unsere Selbtsicherheit wächst mit jedem Schritt.
Wir neigen dazu, uns mit Dingen zu beschäftigen, die wir nicht beeinflussen können. Wir führen endlose Diskussionen über bereits gefällte Entscheidungen oder Ereignisse, die in der Vergangenheit liegen. Dieses Verhalten raubt uns Zeit und Energie. Psychohygiene, das gemeinsame Verarbeiten und das Lernen aus Vergangenem sind wichtig und hilfreich – in Massen. Fokussierung ist gerade in Veränderungsprozessen eine wertvolle Fähigkeit. Sie hilft uns, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und Ablenkungen weniger zuzulassen.
Aus eigener Erfahrung sind diese vier «Schritte» für Führungskräfte sehr wirkungsvoll. Mit Ihnen meisten wir im Team die herausforderndsten Veränderungen. Sensibilisieren Sie sich und Ihr Team für diese wertvollen Schritte zur Vorbereitung und im zielführenden Umgang mit Veränderungen und trainieren Sie Ihre Veränderungskompetenzen stetig. Als Führungskraft ist aktives Handeln in Zeiten kontinuierlicher Veränderungen der Schlüssel zum Erfolg.
Gradmesser unserer Leistung sind in vor allem die Rückmeldungen unserer Auftraggeber.
Haben wir Ziele erreicht? Sind Erwartungen erfüllt? Hat sich das Verhalten wie erwartet verändert? Sind die erwünschten Resultate erreicht worden? Erfahren Sie hier, was unsere Auftraggeber über benefitIMPACT als Berater & Trainingspartner sagen.